Product Roadmap: Warum? – Wir sind doch agile…

Roadmaps

Die Product Roadmap
Agile bleiben
Die Product Vision

Die Product Roadmap

Die Product Roadmap ist ein Dokument, welches prinzipiell das priorisierte Produkt-Backlog für die Entwicklungen bzw. Planungen der nächsten Wochen abbildet, natürlich mit mehr Details wie Release-Dates, Major Milestones und Abhängigkeiten. Diese Art der Product Roadmap habe ich bei Trusted Shops das erste Mal in der Form eingeführt und immer weiter optimiert. Mittlerweile gilt die Product Roadmap als das Kommunikations-Medium schlechthin

im Unternehmen. Streng nach dem Motto „Was nicht auf einer Roadmap steht, gibt es nicht“. Die Roadmaps müssen permanent vom Product-Team angepasst werden (vgl. Abb. Product Roadmap). So gewährleistet man ständige Transparenz der Produktentwicklung und keine Geheimnisse oder Fehlversprechen gegenüber Stakeholdern.

Roadmap
Product Roadmap

Immer wieder trifft man Produkt-Manager, die sich gegen das Pflegen von Roadmaps oder Projektplänen aussprechen. Oftmals sogar mit dem Argument „Nein, wir brauchen keine Roadmap, wir sind doch agil.“ Ein fataler Fehler, wie sich häufig herausstellt. Ein Produkt ohne mittel- bis langfristige Vision und Roadmap ist zum Scheitern verurteilt. Zu angreifbar ist die Argumentation der Product Manager, wenn sie keinen validen und offen kommunizierten Plan jederzeit aus der Schublade ziehen können.

„Warum ist dies oder jenes Feature für den Super-Kunden XY denn schon wieder nicht auf der Roadmap?“ Diese Frage hat garantiert jeder Produkt-Manager schon einmal gehört. Eine gute Product Roadmap sollte diese Frage beantworten, zum Beispiel mit: „Hier sieht man die Weiterentwicklungen, die wir zur Erreichung der Unternehmensziele mit den Stakeholdern abgestimmt haben.“

Agile bleiben

Da man meist nicht in einem Start-up unterwegs ist, lassen sich nicht jede Woche die letzten Kundenfeedbacks oder wie es die Scrum-Theorie definiert „das wertigste Thema aus dem Produkt-Backlog” umsetzen. Das wäre eine schöne ideale Welt für ein Unternehmen. Hunderte von aktuellen und alten Kundenfeedbacks, die Vision des Product Owners und unternehmensinterne Prozessoptimierungen gilt es stets, aufzunehmen, zu sortieren, zu bewerten und dann in der Product Roadmap aufzunehmen oder in das Produkt Backlog zu packen, jedes Quartal auf ein Neues.

Die Product Roadmap ist ein lebendes Dokument und kann natürlich jederzeit geändert und angepasst werden, sonst verliert man wiederum die Agilität. Allerdings muss eine gute Product Roadmap hinsichtlich der Inhalte immer verständlich und vor allem zeitlich korrekt sein. Das bedeutet, die Teams müssen versuchen, sich an das „Was wird wie und wann entwickelt?“ möglichst zu halten. Valide Schätzungen im Vorfeld sind nach wie vor unabdingbar.

Aber gemäß Scrum können sich Dinge natürlich jederzeit in der Priorität verschieben. Dies erfordert selbstverständlich in den Teams und auch zwischen den Teams enormen Abstimmungsaufwand, da die Motivation, die aufgestellte Product Roadmap auch bis zum Ende durchzuziehen, entsprechend hoch ist. Die Scrum-Teams müssen alles dafür tun, ihre Roadmaps möglichst geräuschlos und ungestört umsetzen zu können. Zu viele Einflüsse „von außen“ können natürlich das Erreichen der definierten Product Vision erschweren.

Der Chief Product Owner, der im Optimalfall die Produkt-Visionen der einzelnen Product Owner in sich vereinigt und vorantreibt, muss stets im Bilde sein über das „Was wird wann gemacht?”. Vor allem in Multiproduktportfolios empfiehlt sich hier die Installation eines Synchronisation-Masters, der sich vollständig um die Abstimmungen der Scrum-Teams untereinander kümmert.

Die Product Vision

Product Vision Board
Product Vision Board

Die Erstellung, Pflege und Kommunikation einer übergreifenden Product Vision liegt in der Verantwortung des Chief Product Owners. Dieses Artefakt dient dazu, allen Stakeholdern die langfristige Ausrichtung des Produktes am Markt transparent darzustellen, ebenso wie den Product Owner eine Leitlinie zu geben, in welchem Rahmen sie ihre Produkte selbstständig entwickeln können. Das Product Visions Template von Roman Pichler (vgl. Abb. Product Vision Board) hat sich für mich als ein hervorragendes Tool herausgestellt. Das Auflisten und regelmäßige Updaten der Zielgruppen, Kundenbedürfnisse, Business-Ziele, Konkurrenten, Marketing-Kanäle, Kostenfaktoren und Umsatztreiber hilft dem CPO enorm bei der Reflexion des aktuellen Status quo. Ich persönlich bervorzuge es, die Product Vision jedes Quartal upzudaten und neu zu kommunizieren, wenn notwendig.

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